Wir stellen unsere praktische Arbeit ein

Vor fast genau zwei Jahren, im Sommer 2013, hat sich die Initiative gegen Duisburger Zustände aus Gruppen und Personen der Rhein-Ruhr-Region gegründet. Als eine Art „Feuerwehr“ versuchten wir eine ganze Weile lang eine gewalttätige Eskalation des Duisburger Antiziganismus zu verhindern. Zuerst mit Nachtwachen In Den Peschen, als der Volksmob gegen von Roma bewohnte Häuser zur Tat schreiten wollte, später in Neumühl, wo die Anwohnerschaft gegen Geflüchtete hetzte. Darüber hinaus haben wir versucht, die Duisburger Verhältnisse zu analysieren und durch öffentlichen Druck die Protagonisten in der Stadtverwaltung und in den Medien in Rechtfertigungsdruck zu bringen.

Im Zuge der letzten Jahre haben wir unter anderem einige Kundgebungen und Demonstrationen durchgeführt, mehrere Texte und Broschüren veröffentlicht und fast 20 Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen organisiert. Den interventionistischen Teil unserer Arbeit stellen wir nunmehr ein. Anders als zur Zeit unserer Gründung gibt es mittlerweile in Duisburg handlungsfähige antirassistische Strukturen – siehe www.gesellschaftskritik-duisburg.org – in denen einige aus der Initiative gegen Duisburger Zustände auch in Zukunft mitarbeiten werden. Über den Facebook-Account der Initiative werden wir jedoch weiterhin die Duisburger Zustände kritisch begleiten sowie auf interessante Veranstaltungen hinweisen. Unter anderem die jüngsten rassistischen Äußerungen von Oberbürgermeister Link zeigen, wie nötig es ist.

Herzlich bedanken möchten wir uns an dieser Stelle bei allen Personen, Gruppen, Lokalitäten, Stiftungen und Asten, die unsere Arbeit in den letzten zwei Jahren unterstützt haben.