Filmvorführung: „Revision“

Der Film wird im Rahmen des monatlichen „Tresens gegen Duisburger Zustände“ am 27. März im Djäzz gezeigt. Nach dem Programm gibt es die Möglichkeit zu Austausch und Vernetzung.

Am 29. Juni 1992 entdeckt ein Bauer zwei Körper in einem Getreidefeld in Mecklenburg-Vorpommern. Ermittlungen ergeben, dass es sich bei den Toten um rumänische Staatsbürger handelt.

Sie werden bei dem Versuch, die EU Außengrenze zu überschreiten, von Jägern erschossen. Diese geben an, die Menschen mit Wildschweinen verwechselt zu haben. Vier Jahre später beginnt der Prozess. Welcher der Jäger den tödlichen Schuss abgegeben hat, lässt sich nie beweisen. Das Urteil: Freispruch. dpa meldet: „Aus Rumänien ist niemand zur Urteilsverkündung angereist.“ In den Akten stehen die Namen und Adressen von Grigore Velcu und Eudache Calderar. Ihre Familien wussten nicht, dass jemals ein Prozess stattgefunden hat.

Mit „Revision“ wird ein juristisch abgeschlossener Kriminalfall einer filmischen Revision unterzogen, die Orte, Personen und Erinnerungen miteinander verknüpft und ein fragiles Geflecht aus Versionen und Perspektiven einer „europäischen Geschichte“ ergibt.

Eine Veranstaltung der Emanzipatorischen Antifa Duisburg (EmADu) und der Initiative gegen Duisburger Zustände.

Der Eintritt ist frei / Einlass: 19.30 Uhr