Vortrag: Von Problemhäusern und Klaukids – Antiziganismus in Duisburg

Seit nunmehr fast zwei Jahren breitet sich in Duisburg mehr und mehr eine antiziganistische Stimmung – bis hin zu Übergriffen – aus. In der Presse bestimmen Schlagzeilen über “Problemhäuser” und “Klaukids” sowie Panikmache vor vermeintlichen “Zuwandererströmen” das Bild. Dadurch fühlen sich Rassisten aller Couleuer ermutigt ihrem Hass in sozialen Netzwerken freien Lauf zu lassen.

Auf der Straße formieren sich sogenannte “Bürgerproteste” die in’s gleiche Horn stoßen. Auch an den Urnen der letzten Wahl hat sich diese Stimmung deutlich wiedergespiegelt. Dabei kommen die Stichwortgeber antiziganistischer und rassistischer Hetze nicht aus der radikalen Rechten, sondern aus der Mitte der Gesellschaft. Von Polizeisprechern bis hin zum Oberbürgermeister bricht sich ein xenophober Furor Bahn.

Der Vortrag wird versuchen die dahinter stehenden Ressentiments aufzuzeigen und mögliche Reaktionen diskutieren – und auch das lange Schweigen der radikalen Linken zu diesen Vorgängen einer (Selbst-)Kritik unterziehen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des monatlichen „Tresens gegen Duisburger Zustände“ am 16. Januar ab 19 Uhr im Djäzz Duisburg statt.
Weitere Termine:

- 13. Februar: Vortrag von Sebastian Winter: „Lustig ist das Zigeunerleben“.
- 27. März: Filmvorführung – Infos folgen.

Nach dem Programm gibt es die Möglichkeit zu Austausch und Vernetzung. Eine Veranstaltungsreihe der Emanzipatorischen Antifa Duisburg (EmADu) und der Initiative gegen Duisburger Zustände.